Gebäudemodernisierungsgesetz GMG kommt voraussichtlich bis 01.07.2026
Diese Punkte sollen sich nach vorläufiger Aussage der Politik ändern:
• Das bisherige „Heizungsgesetzes“ (GEG) soll entfallen.
• Damit wird die Vorgabe 65% Eneuerbare Energie beim Heizungstausch gestrichen.
• Eigentümer haben somit künftig die freie Wahl der Heizungstechnologie.
• Neue Gas- und Ölheizungen sind dann wieder zulässig, müssen aber voraussichtlich ab 2028/2029 schrittweise steigende Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen („Bio-Treppe“).
• Die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) inclusive der KfW-Heizungsförderung soll aber mindestens bis 2029 in der jetzigen Form bestehen bleiben.
Leider wird damit die Entscheidung nicht einfacher. Sie als Bauherrschaft sollten aber die Möglichkeit bedenken, das eine zukünftige Versorgung mit biogenen Brennstoffen eventuell schwieriger und teurer wird als heute gedacht. Mein Tipp: Sie haben ja weiterhin die Möglichkeit, unterstützt mit hohen Förderungen, sich frei zu machen von diesen Unsicherheiten und zum Beispiel auf eine klimafreundliche Wärmepumpe umzusteigen. Wie das geht? Ich berate Sie gerne.
Ab 2028 auch der Gebäudesektor beim Klimaschutz stärker in der Pflicht
Zum Heizen werden weiterhin fossile Brennstoffe genutzt und damit viele Treibhausgase ausgestoßen. Voraussichtlich ab 2028 wird nun der Emissionshandel (ETS2) in ganz Europa auch auf die Sektoren Gebäude und Straßenverkehr ausgeweitet. Durch den Preisanstieg für Emissionszertifikate werden künftig vermutlich auch die Brennstoffpreise steigen und den Betrieb von Öl- und Gasheizungen verteuern. Mein Tipp: Bereiten Sie sich durch energetische Sanierungsmaßnahmen darauf vor. Wie das geht? Ich berate Sie gern.
Heizungstausch
1. Eine Grundförderung von 30% für Wohngebäude und für alle bisherigen Antragsteller.
2. Einen einkommensabhängigen Bonus von 30% für selbstnutzende Eigentümer/-innen.
3. Einen Klima-Geschwindigkeitsbonus von 20% für den frühzeitigen Austausch alter fossiler Heizungen für selbstnutzende Eigentümer/-innen. Voraussetzung - es wird eine funktionstüchtige
Gasheizung die zum Zeitpunkt der Antragsstellung mindestens 20 Jahre alt ist, oder eine Öl-, Kohle-, Gasetagen oder Nachtspeicherheizung ausgetauscht.
Die Boni sind kumulierbar, jedoch wird der Fördersatz auf 70% begrenzt.
Vermieterinnen und Vermieter erhalten ebenfalls die Grundförderung.
Förderfähige Investitionskosten für den Heizungstausch: Max. 30.000 € für ein Einfamilienhaus, mit jeder weiteren Wohneinheit erhöhen sich auch die förderfähigen Kosten.
Gebäudehülle, Anlagentechnik, Heizungsoptimierung
Die Zuschüsse für weitere Effizienzmaßnahmen betragen weiterhin 15%, plus ggf. 5% Bonus bei Vorliegen eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP). Die maximal förderfähigen Investitionskosten für Effizienzmaßnahmen liegen mit iSFP bei 60.000 € pro WE und bei 30.000 € ohne Sanierungsfahrplan.
Die Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten für Heizungstausch und Effizienzmaßnahmen im Paket, addieren sich z.B beim Einfamilienhaus in der Summe auf 90.000 € innerhalb eines Kalenderjahres. Zusätzlich sind unter gewissen Voraussetzungen Ergänzungskredite mit attraktiven Zinskonditionen möglich.
Die KfW bietet auch weiterhin das Angebot zinsvergünstigter Kredite mit Tilgungszuschuss für
Komplettsanierungen auf Effizienzhausniveau an.
Alternativ kann auch die Möglichkeit der steuerlichen Förderung nach Einkommenssteuerrecht in Anspruch genommen werden. Fragen Sie dazu
Ihren Steuerberater.
Hier mein Tipp - vor der Sanierung eine geförderte Energieberatung: Bei Sanierungen von Wohngebäuden erhalten Hauseigentümer im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Zuschüsse. Geschieht die Umsetzung strukturiert und anhand eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), gibt es für viele Maßnahmen einen zusätzlichen Bonus von fünf Prozent. Der iSFP selbst wird ebenfalls gefördert.
Die Kampagne des BMWK „80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel“ will anregen das wir alle Energie einsparen und dazu beitragen das Deutschland unabhängiger von fossiler Energie wird.
Energieeffizient sanieren leicht gemacht: Warum sanieren? Wo informieren? Wie finanzieren? Die Antworten finden Sie bei mir - Baubüro Pretel